So trainierst du auch auf Reisen – Blogparade

Dieser Artikel ist mein Beitrag zur Blogparade „Fit bleiben auf Reisen“ von Christoph (A Warriors Journey).

 

 

Wahrscheinlich glaubst du, dass du dein Capoeiratraining auf Reisen vergessen kannst.

Mit wem sollst du auch üben? Außerdem hast du genug andere Sachen zu tun, oder? Im Urlaub willst du entspannen und auf Dienstreisen hast du eh keine Zeit?

 

Die Frage ist doch: Unterbrichst du dein Training aus Überzeugung?

Oder hast du dir einfach noch nie Gedanken gemacht, wie du auch unterwegs trainieren kannst?

 

Wenn letzteres der Fall ist, hab ich in diesem Artikel ein paar Ideen für dich.

 

 

Training auf Reisen – eine Herausforderung

 

Ich weiß, zu Hause ist es leichter, du hast deine Routinen und dein Trainer oder deine Freunde beschweren sich, wenn du nicht zum Training kommst. Du weißt, welche Ablenkungen lauern und wie du deinen Schweinehund am besten bezwingst.

 

Aber unterwegs sieht das ganz anders aus!

 

Allein die Tatsache, dass du unterwegs bist, funktioniert schon für fast alles als Ausrede, oder?

 

  • Unterwegs kann ich mich halt nicht so gesund ernähren.

 

  • Ich hab Urlaub, da sollte ich mir keine Gedanken um Training machen.

 

  • Sind doch nur 10 Tage, wenn ich wieder zu Hause bin, fang ich wieder an.

 

  • Die Dienstreise ist anstrengend genug, da mach ich mir nicht noch einen Kopf um sowas.

 

An diesen Aussagen ist zwar was Wahres dran, aber stell dir erst einmal folgende Frage:

 

Willst du für diesen Zeitraum dein Training komplett pausieren?

 

Oder würdest du doch gerne wenigstens ein paar Dinge für dich und deinen Körper tun?

 

 

Wenn du dich bewusst dafür entscheidest, für den Zeitraum deiner Reise nichts zu machen, ist das völlig ok.

 

Wenn du aber denkst „Hmm, etwas Bewegung täte mir auch unterwegs ganz gut.“, dann lies weiter.

 

 

Wie du deine Reise planst

 

Planen… Klingt langweilig und unspontan, ist aber der beste Weg, auch unterwegs erfolgreich zu trainieren. Nicht nur unterwegs…

 

Um was für eine Reise geht es überhaupt? Wie lange? Wohin?

Wo bist du untergebracht? Hotel? Gibt es einen Fitnessraum? Ferienwohnung? Mit Garten? Bei Bekannten?

Mit wem verreist du? Allein, mit Partner, mit Kindern oder Freunden?

Wie sieht das Programm aus? Hast du Zeit, die du für dich nutzen kannst?

Wie oft willst du trainieren und was? Was gibt es vor Ort für Angebote? Informier dich!

 

Werde dir erst einmal klar darüber, was möglich ist und was du dabei willst.

 

Und dann mach dir einen (schriftlichen) Plan.

Halte fest, wie oft und wie lange du etwas tun möchtest, so brauchst du dir nichts zu merken und kannst dir hinterher nicht einreden, dein Ziel wäre „im ganzen Urlaub einmal trainieren“ gewesen.

 

Neue Artikel im Shop - nur für kurze Zeit!

bild4

 

 

 

Was kann ich denn unterwegs trainieren?

 

Wenn du einfach nur irgendeine sportliche Betätigung machen willst, bieten sich folgende Dinge an:

 

  • Geh joggen. Dieser Sport ist definitiv reisetauglich, also keine Ausreden!

 

  • Geh ins Fitnessstudio oder den Fitnessraum deines Hotels und trainiere an den Geräten.

 

  • Nimm an speziellen Kursen und Angeboten teil und erweitere deinen Horizont. Yoga, Aquaspinning oder Kanufahren, probier es doch mal aus!

 

  • Mach ein paar Übungen mit dem eigenen Körpergewicht: Liegestütz, Kniebeugen, Klimmzüge, Ausfallschritt und Ähnliches kannst du überall machen!

 

 

Wenn du gezielt Capoeira (oder auch andere Kampfkünste) trainieren willst, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

 

  • Schau, ob es einen Ort gibt, an dem du ein paar Bewegungen machen kannst. Das kann ein Fitnessraum sein, im Garten oder auch am Strand. Mit etwas Suchen solltest du eigentlich in jeder Situation fündig werden.

 

  • Wenn du am Strand oder an anderen öffentlichen Plätzen trainierst, werden vielleicht Gleichgesinnte auf dich aufmerksam und ihr könnt zusammen trainieren.

 

  • Frag mal deinen Trainer, ob er jemanden in deinem Reiseort kennt, bei dem du trainieren kannst. Capoeiralehrer sind in der Regel gut vernetzt und kennen sich untereinander. So bekommst du die Möglichkeit, in eine andere Gruppe (ggf. in einem anderen Land) reinzuschnuppern und Leute kennen zu lernen.

 

  • Du kannst auch selbst nach Capoeiragruppen an deinem Reiseort suchen. Vorausgesetzt du sprichst die Sprache einigermaßen.

 

  • Vielleicht gibt es ja auch offene Rodas an deinem Reiseort. Eine einzigartige Gelegenheit, Einheimische und deren Capoeirastil kennen zu lernen, oder? Aber spiel vorsichtig!

 

  • Wenn du nur ein paar Bewegungen machen willst, um nicht aus der Übung zu kommen, mach einfach, was dir Spaß macht. Oder schau mal in den Artikel 16 Trainingsideen für zu Hause.

 

So, jetzt schreibst du dir genau auf, was davon du machen willst, informierst dich entsprechend, und schon kann es losgehen.

Aber nimm dir nicht zu viel vor, denn auf Reisen ist auch deine Motivation anders als zu Hause.

 

 

Unterwegs  – die Motivation

 

Richte dich darauf ein, dass dir unterwegs plötzlich immer neue Gründe einfallen, deinen (Trainings)Plan doch nicht umzusetzen.

Aber erinnere dich: Du hast dich dazu entschlossen, auch unterwegs zu trainieren. Weißt du noch warum?

  • Weil du im Urlaub nicht zunehmen wolltest?
  • Weil du endlich mal am Strand Capoeira machen wolltest?
  • Weil du keinen Bock auf den Muskelkater nach 2 Wochen Pause hast?
  • Weil du weißt, dass du dich nach dem Training gut fühlst?
  • Weil du endlich in Ruhe an dieser einen Akrobatik arbeiten wolltest?
  • Weil du einen Ausgleich zur stressigen Arbeit brauchst (auf Dienstreisen)?

 

Erinnere dich an deine Motivation und halte dich an dein Vorhaben!

 

Wenn du mit Begleitung unterwegs bist, erzähle ihnen von deinen Zielen und lass dich kontrollieren.

Oder erzähl den Leuten beim Training vor deiner Reise, dass du XY können wirst, wenn du wieder da bist.

Bau dir ruhig ein bisschen externen Druck auf, so wirst du es dir zwei Mal überlegen, ob du dein Training wirklich ausfallen lässt.

 

 

Wenn du keine festen Angebote wahrnimmst, kann es auch hilfreich sein, wenn du dir Routinen schaffst.

Zum Beispiel jeden Morgen vor dem Frühstück eine Runde joggen (dabei lernst du auch gleich deinen Reiseort näher kennen).

Oder abends vor dem Ausgehen eine halbe Stunde in den Fitnessraum.

Oder jeden Tag einen Kurs mitmachen.

Oder (bevor die anderen aufstehen) im Garten ein paar Bewegungen machen.

 

Such dir was, was für dich und deine Trainingsziele passt!

 

 

Noch ein paar Tipps:

 

  • Wenn möglich, reise mit Leuten, die ähnliche Ziele haben wie du. So könnt ihr zusammen trainieren und euch gegenseitig motivieren.

 

  • Mach ein paar Fotos von deinem Training. Gerne auch die typischen Capoeira-Posen vor einer schönen Landschaft, einer Skyline oder einem ausgefallenen Ort. So hast du gleichzeitig tolle Erinnerungsfotos.

 

  • Mach lieber jeden Tag ein bisschen was, als einmal pro Woche eine große Trainingseinheit.

 

  • Hab Spaß dabei! Schließlich reden wir hier von Capoeira!

 

 

Fazit:

 

Du siehst also, man kann auch im Urlaub oder auf anderen Reisen sein Training fortsetzten.

Ich kann dir nur empfehlen, auch mal andere Gruppen zu besuchen, denn du wirst viel lernen und neue Kontakte bekommen, auch wenn es etwas Überwindung kostet!

 

Also los, es liegt an dir, was du aus deiner Reise machst!

 

 

Weitere Beiträge zum Trainieren auf Reisen findest du hier.

 

Teile diesen Artikel!

 

 

Xitara

Xitara

Xitara ist nicht nur leidenschaftliche Capoeirista, sondern auch Autorin und Bloggerin. Auf Gingado unterstützt sie andere Capoeiristas mit Trainingstipps und Hintergründen rund um Capoeira.
Xitara

2 Kommentare zu “So trainierst du auch auf Reisen – Blogparade

  1. Hey Xitara, schöner Beitrag zu Blogparade!

    Denn Punkt, Trainingsmöglichkeit am Ort aufsuchen kann ich nur unterschreiben. Wenn man einer gemeinsamen Leidenschaft nach geht, dann können Freundschaften entstehen die über tausende Kilometer bestehen bleiben.

    Ach so, interessanter Blog, interessantes Thema! Hier werde ich öfters mal vorbei schauen, passt ja auch zu meinem Thema!

    Stabiler Gruß aus Sri Lanka!

    Christoph

    • Hey Christoph!
      Freut mich =) Ich lese auch gerade deinen neuen Artikel^^
      Ja, das mit den Freundschaften ist wirklich nicht zu unterschätzen. Kaum etwas kann so verbinden wie eine gemeinsame Leidenschaft für eine Sportart.
      Grüße!

Kommentar verfassen