Warum du nicht besser wirst – und was du dagegen tun kannst

Du trainierst und trainierst, aber in manchen Bereichen oder Bewegungen wirst du einfach nicht besser.

 

Wenn du bei einer bestimmten Akrobatik nicht weiter kommst, ist es natürlich was anderes, als wenn du insgesamt das Gefühl hast, du trittst auf der Stelle.

Aber wahrscheinlich trifft trotzdem mindestens einer der folgenden Gründe auf dein Problem zu:

 

 

1. Du trainierst immer das Gleiche

 

Wenn jedes Training mehr oder weniger gleich aussieht und du immer wieder ähnliche Sequenzen und Bewegungen übst, wirst du dich kaum verbessern.

 

Versteh mich nicht falsch, ich bin absolut dafür, die Basisbewegungen bei jedem Training zu machen, aber eben nicht nur die. Du brauchst Abwechselung, um Neues zu lernen oder Altes zu verbessern.
Was du tun kannst:
Verändere dein Training. Du kannst die gleichen Bewegungen in anderen Schwierigkeitsstufen machen (schneller oder besonders langsam und kontrolliert, mit Gewichten, auf anderem Untergrund etc.).

 

Wenn du das Gefühl hast, du bist unterfordert, bitte deinen Trainer, dir eine etwas anspruchsvollere Sequenz zu geben oder mal eine ganz neue Bewegung zu zeigen.

 

Oder nimm regelmäßig an Workshops mit anderen Lehrern teil, dort hast du automatisch Abwechslung und neuen Input.

 

 

2. Du dehnst zu wenig

Die meisten Bewegungen gehen mit guter Dehnung einfacher oder sehen besser aus.

 

Egal ob Tritte oder Akrobatik, wenn du nicht regelmäßig dehnst, kannst du auch kaum Fortschritte erwarten. Wenn du beispielsweise konsequent die Brücke übst, werden sich dir immer neue tolle Bewegungen auftun.

 

Such dir also ein paar Dehnübungen, die dich weiter bringen und bau sie regelmäßig in dein Training ein. Wenn du schnell Erfolge sehen willst, dehn auch zu Hause.

 

 

3. Du machst kein Krafttraining

Du musst nicht zusätzlich zum Capoeiratraining noch ins Fitnessstudio gehen (kannst du natürlich). Aber besonders wenn es um Akrobatik geht, brauchst du für viele Übungen einfach mehr Kraft, als du im normalen Training bekommst.

 

Meistens fehlt die Kraft in den Oberarmen oder in der Rumpfmuskulatur, und beides kannst du mit einfachen Übungen im Training oder zu Hause trainieren.

 

Beispiele: Liegestütz in allen Varianten, Military Press, Planke, Klimmzüge, Beinheben und was es sonst noch so gibt, einfach mal auf youtube schauen.

 

 

4. Du trainierst zu selten

 

Wenn du nur ein Mal pro Woche trainierst, ist es schwierig, gute Fortschritte zu erzielen, das weißt du wahrscheinlich selbst.

 

Schaffst du es definitiv nicht, öfter zum Training zu gehen, kannst du dir aber kleine Workouts für zu Hause zusammenbauen. Überleg dir einfach, was du unbedingt verbessern willst und such dir ein paar Übungen dazu, schreib sie auf und mach sie jeden (zweiten) Tag. Und wenn es nur 5 Minuten sind.

 

Hier findest du noch ein paar Ideen für das Training zu Hause.

 

 

 

5. Du trainierst zu viel

 

Auch zu viel Training kann deinen Fortschritt behindern.

 

Wenn du merkst, dass du beim Training nicht mehr voll dabei bist und dein Körper schon erschöpft ist, lass lieber mal ein Training aus.

 

Falls das keine Option ist, kannst du dich auch bei jedem Training auf eine bestimmte Muskelgruppe konzentrieren. So hast du Abwechslung und gibst deinen Muskeln gleichzeitig mehr Zeit zur Regeneration.

 

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6. Dir fehlt die Anwendung

 

Regelmäßiges Training ist toll, aber eben nicht alles.

 

Die perfekteste Bewegung hilft dir nichts, wenn sie dir in der Roda nicht einfällt und du völlig planlos spielst. Egal, wie gut deine Bewegungen aussehen, als Capoeirista wirst du immer nach deinem Spiel in der Roda beurteilt.

 

Also geh in die Roda, so oft es geht!

 

Ganz besonders, wenn du dich dabei unsicher fühlst.

 

Nutze Monatsrodas oder offene Rodas anderer Gruppen, um immer mit neuen Leuten zu spielen. Und wechsel auch im Training öfter mal die Partner, wenn du meistens mit den gleichen Leuten trainierst.

 

7. Du hast Angst

 

Dieser Punkt gilt insbesondere für Sachen wie Handstand, Saltos und alles, wobei du springen musst.

 

Solange du zum Beispiel beim Handstand Angst vorm Umkippen hast, wirst du irgendwann nicht weiter kommen und ihn nicht sicher beherrschen.

 

Du musst also einen Weg finden, diese Angst zu überwinden. Beim Handstand solltest du also lernen, wie du umfällst ohne dich dabei zu verletzen und das so lange üben, bis dir wirklich klar ist, dass nichts passieren kann.

 

Ähnlich kannst du bei anderen Bewegungen vorgehen:  Taste dich schrittweise mit sicheren Übungen heran, bis du bei deiner „Angstübung“ angelangt bist.

 

 

8. Du siehst deine Fortschritte nicht

 

Manchmal bist du fest davon überzeugt, dass du einfach keine Fortschritte machst, aber vielleicht stimmt das ja gar nicht!

 

Frag mal deinen Trainer, Trainingspartner oder nimm dich auf Video auf, um zu schauen, ob du wirklich so schlecht bist, wie du glaubst. Vielleicht hat sich das Problem damit ja schon erledigt!

 

Falls nicht, überleg dir genau, was du verbessern willst und wie du das anstellen kannst. Und dann überprüfe dich in regelmäßigen Abständen, am Besten über Videos. So wirst du sehr genau sehen, ob und wie du dich verbesserst hast. Wenn du dich wirklich nicht verbesserst, kannst du aus den Videos vielleicht erkennen, wo das Problem liegt und es lösen.

 

 

 

Wo hast du das Gefühl, dich nicht zu verbessern? Und woran könnte das liegen? Schreib einen Kommentar!

 

 

 

Xitara

Xitara

Xitara ist nicht nur leidenschaftliche Capoeirista, sondern auch Autorin und Bloggerin. Auf Gingado unterstützt sie andere Capoeiristas mit Trainingstipps und Hintergründen rund um Capoeira.
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