8 Tipps, um mehr Zeit für’s Training zu finden

„Keine Zeit“ ist eine Ausrede.

 

Immer.

 

Du hast genau so viel Zeit, wie jeder andere, nämlich 24 Stunden pro Tag. Du verbringst sie nur (lieber) mit etwas anderem.

 

Und das ist auch okay, denn Du allein setzt die Prioritäten für dein Leben. Aber dann komm nicht mit „Ich würde ja gern öfter trainieren, aber…“, denn damit belügst du dich nur selbst und änderst auch nichts.

 

Harte Worte, ich weiß.

 

Aber wenn du erst mal erkennst, dass es allein an Dir liegt, mehr Zeit für’s Training zu finden, wird es plötzlich einfacher, denn die Macht liegt bei dir!

 

Natürlich ist jeder in einer anderen Situation, der eine arbeitet 12 Stunden am Tag, während andere studieren, sich um drei kleine Kinder kümmern oder im Schichtdienst arbeiten.

 

Aber ich behaupte jetzt mal, dass jeder von ihnen mehr Zeit zum Trainieren finden kann, wenn er/sie wirklich will.

 

Hier sind 8 Tipps, mit denen du mehr Zeit zum Trainieren findest.

 

 

 

1. Entscheide, womit du deine Zeit verbringst

 

Eigentlich ist das klar, trotzdem vergessen wir es oft. Wenn du jetzt sagst „In meinem Job muss ich aber Überstunden machen“, dann ist dir das dabei verdiente Geld oder deine Karriere wichtiger als dein Training. Und, wie gesagt, das ist völlig in Ordnung, ich will dir nur klar machen, dass es trotzdem eine Entscheidung und keine unabänderliche Situation ist.

 

Natürlich ist die Entscheidung zwischen Training und Kneipentour eine andere als die zwischen Training und Kundenmeeting. Es sollte dir nur klar sein, dass es trotzdem Deine Entscheidung bleibt, auch wenn es manchmal nicht so aussieht.

 

Also: Entscheide dich, was du willst und welche Priorität Capoeira bzw. dein Training dabei für dich hat.

 

 

2. Hör auf, deine Zeit zu verschwenden

 

Du denkst, das machst du nicht? Dann beobachte dich mal einen Tag (noch besser: eine Woche) ganz genau und schreib auf, was du wann machst. Auf die Minute.

 

Und dann wertest du das Ganze aus. Vielleicht kommt dabei raus, dass du täglich 4 Stunden auf Facebook bist, 2,5 Stunden fern siehst, jeden Tag 10 Mal deine Mails checkst oder viele Fahrtzeiten hast.

 

Überlege, ob du diese Sachen anders gestalten kannst. Ein paar Beispiele:

 

  • Setz dir feste Zeiten, in denen du dich um deine Mails kümmerst, zum Beispiel einmal morgens und einmal abends. (Ich meine natürlich deine privaten Mails, wobei diese Strategie auch in manchen Jobs sinnvoll sein kann 😉 )

 

  • Vermeide Umwege, indem du nach der Arbeit/Uni/Was-auch-immer direkt zum Training fährst. Mache Einkäufe und andere Erledigungen auf dem Weg, wenn das möglich ist.

 

  • Sind dir Stunden auf Facebook wichtiger als dein Training? Wenn nicht, setz dir ein Limit und halt dich dran. Setz dir auch hier feste Zeiten, stell dir einen Wecker, oder nutze Apps.

 

  • Lohnt sich das Fernsehprogramm wirklich? Oder kannst du hier und da auf eine Sendung verzichten? (Wenn man ganz aufs Fernsehen verzichtet, hat man sogar Zeit für einen Blog 🙂 )

 

  • Hast du lange Fahrtzeiten, die du sinnvoll nutzen kannst? Also im Zug oder Bus Dinge erledigen, für die du sonst extra Zeit einplanst. Zum Beispiel deine Mails bearbeiten, Fachtexte lesen oder dein Meeting vorbereiten. Dank Smartphone & Co. musst du solche Dinge nicht mehr zwangsläufig zu Hause am PC erledigen.

 

 

3. Geh zum Training, wenn es irgendwie geht

 

Hast du auch schon mal das Training ganz ausfallen lassen, weil du eventuell etwas zu spät gekommen wärst?

Sieh die Trainingszeiten, die du irgendwie schaffen kannst als feste Termine, die du nur im absoluten Notfall ausfallen lässt.

 

Sprich mit deinem Trainer, wenn du es regelmäßig nicht pünktlich schaffst, aber trotzdem trainieren willst. Ein Training, von dem du die ersten 20 Minuten verpasst hast, ist immer noch besser als gar kein Training!

 

Und wenn du beim Training bist, dann nutz die Zeit. Häng dich rein, statt ausgiebig mit deinen Trainingspartnern zu quatschen und mach nur so viele Pausen, wie du wirklich brauchst. Diese Regel hing übrigens schon in Mestre Bimbas Schule.

Wenn das an deinem Trainingsort möglich ist, kannst du auch etwas länger bleiben und weiter üben. Meist finden sich ein paar Leute, die mit dir Bewegungen aus dem Training wiederholen oder an der Akrobatik arbeiten.

 

 

 

4. Überprüfe deine Arbeitszeiten

 

Das gilt natürlich auch für Vorlesungen, Termine und andere Verpflichtungen, die sich evtl. mit dem Training überschneiden. Du könntest zum Beispiel etwas früher anfangen oder an einem trainingsfreien Tag länger bleiben, damit du es zum Training schaffst, regelmäßige Termine verlegen, usw.

 

Frag dich bei jedem Termin, der dich vom Training abhält, ob er wirklich unbedingt in diesem Zeitraum liegen muss.

 

 

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5. Nimm deine Familie mit!

 

Du würdest gern zum Training gehen, hast aber niemanden, der auf deine Kinder aufpasst? Nimm sie mit!

Besonders jüngere Kinder haben meist sehr viel Spaß, auch wenn sie beim Training gar nicht mitmachen, sondern nur auf den Matten am anderen Ende der Halle spielen.

Probier es doch mal aus, wenn dein Trainier nichts dagegen hat! Die ersten Male wirst du vielleicht nicht viel vom Training haben, weil du ständig guckst, dass deine Kinder nicht in irgendeinen martelo reinlaufen, aber das werden sie schnell lernen. Und wenn sie mitmachen, umso besser.

 

Ähnliches gilt auch für Freunde/Freundinnen, Partner und andere Leute, mit denen du gern Zeit verbringst. Überzeug sie davon, Capoeira mal auszuprobieren. Im besten Fall habt ihr dann ein gemeinsames Hobby, einen Trainingspartner und mehr Motivation. Ein Versuch lohnt sich.

Es gibt übrigens sogar ein Buch, in dem es unter anderen um Capoeiratraining als Familie geht, allerdings nur auf Englisch.

 

 

 

6. Trainier alleine, wann es dir passt

 

Okay, du schaffst es nur einmal die Woche zum regulären Training. Dann trainier zu Hause (im Garten, im Trockenkeller, im Fitnessstudio…) weiter! Und wenn es nur ein paar Grundbewegungen sind, es ist besser, als nichts!

 

Steh doch einfach eine halbe Stunde früher auf und mach jeden Tag 2 Minuten Ginga, 2 Minuten Cadeira, 20 Esquivas, 20 Queixadas, 20 Meia-Luas, 20 Martelos, usw!

Das ist schon ein ordentliches Workout und dauert nicht lange! Und du wirst die Erfolge bemerken!

 

Du kannst auch gezielte Übungen für Flexibilität oder Kraft machen, ein paar Anregungen findest du in diesem Artikel.

 

 

 

7. Such dir einen Trainingspartner

 

Wahrscheinlich bist du nicht der Einzige in deiner Gruppe, der nicht immer zum Training kommen kann.

Such dir jemanden, der auch mehr trainieren will und zu den gleichen Zeiten frei hat wie du.

Und dann trefft euch irgendwo, und trainiert zusammen. Im Sommer könnt ihr dafür die nächste Wiese benutzen, im Winter ist es etwas schwieriger, aber ihr findet schon einen Weg!

 

Motiviert und kontrolliert euch gegenseitig, ein guter (und schonungsloser) Trainingspartner ist perfekt, um sich ordentlich zu verbessern.

 

 

 

8. Nutz das Wochenende

 

Am Wochenende ist kein Training?

Wenn genügend Interessenten da sind, kann man das sicher ändern.

Ansonsten trainier alleine, mit einem oder mehreren Partnern im Park oder sucht dir einen Raum, in dem du in Ruhe trainieren kannst.

 

Außerdem solltest du die Augen nach Capoeiraveranstaltungen in deiner Nähe offen halten, egal ob Rodas, Batizados oder Workshops. Je nachdem, welchen Weg du dafür auf dich nimmst, sind es zwar nur ein paar pro Jahr, aber dort wirst du viel intensiver trainieren als sonst.

 

 

 

Fazit

 

Wenn du wirklich willst, findest du einen Weg, um mehr zu trainieren. Sei kreativ!

 

 

PS:  Capoeira ist perfekt gegen Stress. Denk daran, wenn mal wieder alles drunter und drüber geht.

Was gibt es besseres, als eine ordentliche Roda, um Stress abzubauen?

 

 

Was machst du, um mehr Zeit für’s Training zu finden? Schreib einen Kommentar!

 

 

 

 

Xitara

Xitara

Xitara ist nicht nur leidenschaftliche Capoeirista, sondern auch Autorin und Bloggerin. Auf Gingado unterstützt sie andere Capoeiristas mit Trainingstipps und Hintergründen rund um Capoeira.
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