Machst du diese 18 Fehler beim Training?

Du gehst regelmäßig zum Training und besuchst  Workshops, aber irgendwie  bist du trotzdem nicht zufrieden mit deinen Ergebnissen?

Vielleicht trainierst du einfach falsch und machst einen (oder mehrere) der folgenden 18 Fehler!

 

 

1. Du wärmst dich nicht auf

Jaja, langweilig. Aber es ist trotzdem keine gute Idee, aufs Aufwärmen zu verzichten. Denn durch das Aufwärmen verringerst du nicht nur dein Verletzungsrisiko, sondern sorgst auch dafür, dass deine Muskeln optimal arbeiten und versorgt werden. Dabei reichen 5 bis 15 Minuten, in denen der ganze Körper bewegt wird.

Ein guter Training baut immer ein Aufwärmen ins Training ein, erinnere deinen Lehrer daran, falls er (oder sie) es vergessen sollte.

 

2. Du bist ungeduldig

Du willst alles sofort können, besonders Akrobatik und die beeindruckenden Sachen? Tja, so läuft das leider nicht. Fang langsam an und mach erst mal das, was dein Trainer dir vorgibt. Und zwar richtig! Es bringt dir überhaupt nichts, einen Haufen toller Bewegungen so halb zu können. Du hast alle Zeit der Welt, denk dran, ein Capoeirameister wird man erst nach etwa 20 Jahren. Also wozu die Eile?

 

 

3. Du übst nur neue Bewegungen

Die Basisbewegungen hast du in den ersten Monaten gelernt, also kannst du sie ja jetzt? Irrtum! Die Grundbewegungen sollten immer die Basis deines Trainings sein, schau immer, ob du sie noch verbessern kannst. Darauf kannst du die neuen Bewegungen aufbauen, aber ohne eine ordentliche Basis ist das zwecklos.

 

 

4. Du arbeitest nicht mehr an deiner Ginga

Das Gleiche gilt für die Ginga. Die meisten beschäftigen sich nur in den ersten Monaten mit der Ginga, oder wenn sie die Gruppe wechseln. Dabei ist deine Ginga dein Aushängeschild. Frag also hin und wieder deinen Trainer, ob deine Ginga so ok ist, oder schau beim Üben in den Spiegel und guck, ob du damit zufrieden bist. Mehr Tipps zur Ginga findest du übrigens hier.

 

 

5. Du übst immer nur die gleichen Bewegungen

Klar, jeder hat Lieblingsbewegungen. Aber die wirst du schon in der Roda besonders häufig benutzen, deswegen kannst du beim Training ruhig auch Sachen üben, die du sonst eher selten machst. Du brauchst Abwechselung im Training, um besser zu werden und einen guten Überblick im Spiel zu haben.

 

 

6. Du trainierst zu viel oder zu wenig

Jeden Tag ist zuviel und einmal die Woche zu wenig, klar. Ideal ist für die meisten 3 Mal die Woche. Wenn du das nicht schaffst, mach wenigstens ein paar Übungen zu Hause (hier ein paar Ideen). Oder triff dich mit jemanden und ihr übt zu zweit.

 



 

7. Du vernachlässigst das Krafttraining

Nein, du musst nicht ins Fitnessstudio zum Gewichte stemmen. Aber ein paar Liegestützen, Situps, Klimmzüge etc. können dein Training sehr gut unterstützen. Egal ob für Handstand, Macaco oder Queda de rins, ein paar stärkere Muskeln schaden nicht! Besonders Arme und Rumpfmuskulatur kannst du gut trainieren, das geht schon mit einfachen Bodyweight-Übungen. Du kannst natürlich auch mit Hanteln arbeiten und wenn du willst auch ins Studio gehen. Hauptsache, du machst ein bisschen was zusätzlich.

 

8. Du achtest nicht auf deine Haltung

Haltung? Hatte ich auch lange nicht auf dem Schirm. Aber mach mal eine Sequenz mit krummem Rücken und nochmal mit geradem, am Besten filmst du dich dabei und siehst dir das Ganze an. Du wirst geschockt sein!

Außerdem hat eine selbstbewusste Haltung auch psychologische Auswirkungen auf dich und deinen Gegner ;-)  (Hier ein guter Artikel zum Thema)

 

 

9.Du machst die Übungen irgendwie

Du hetzt durch die Sequenz und bist in Gedanken schon bei der nächsten Bewegung? Keine gute Idee, denn das sieht man dir an. Führ lieber jede einzelne Bewegung komplett bis zum Ende aus und schließe dann die nächste an. Wenn das klappt, kannst du Tempo machen, aber vorher nicht! Bevor du Bewegungen nur so halb oder irgendwie ausführst, lass es lieber ganz, sonst gewöhnst du dir das an.

 

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10. Du hörst nicht auf deinen Körper

Dein Knie tut zwar höllisch weh, aber du bist gerade so motiviert und machst weiter, weil du zum nächsten Training eh nicht kommen kannst? Lass es lieber! Hör auf deinen Körper und gönn dir eine Pause, wenn du eine brauchst. Das tolle am Capoeira ist doch: Du kannst in der Zeit trotzdem üben, nämlich Instrumente spielen oder singen!

 

 

11. Du trinkst zu wenig

Vor und während des Trainings solltest du darauf achten, ausreichend zu trinken, denn bereits ein leichter Flüssigkeitsmangel verschlechtert deine Leistung!

 

 

12. Du vergisst das Dehnen

Auch Dehnen gehört zu einem vollständigen Training, und zwar am Besten ans Ende. Gerade beim Capoeira ist das wichtig, weil es so viele Übungen gibt, die du ohne eine gewisse Flexibilität einfach nicht ausführen kannst. Also dehne dich nach dem Training und mach hin und wieder auch zu Hause ein paar Dehnübungen.

 

 

13. Du trainierst nur in deiner Gruppe

Klar solltest du eine feste Trainingsgruppe haben und nicht ständig wechseln. Aber hin und wieder solltest du auch mit anderen Leuten spielen, zum Beispiel auf Workshops oder bei offenen Rodas. Nutz diese Angebote, denn jeder neue Gegner kann dir etwas beibringen, besonders wenn er einen ganz anderen Stil hat als du!

 

 

14. Du trainierst nur deinen Körper

Mentales Training gehört zwar offiziell nicht zur Capoeira dazu, aber es kann dir trotzdem helfen. Ob du dich mit Psychologie beschäftigst, um deinen Gegner besser einschätzen zu können oder ob du mit Visualisierungstechniken arbeitest, um eine schwierige Bewegung zu lernen, es wird dir auf jeden Fall nützen.

 

 

15. Du orientierst dich zu sehr an anderen

Du schaust beim Training immer auf die Leute, die in etwa dein Niveau haben und ärgerst dich, wenn die etwas beherrschen, was du noch nicht kannst? Konzentrier dich auf dich selbst und auf deinen Fortschritt. Vergleich dich mit dir vor ein paar Wochen, nicht mit irgendjemand anderem. Lerne eine neue Bewegung, weil du sie können willst, nicht weil dein Kumpel sie kann.

Und noch ein Zitat als Erinnerung:

“Niemand spielt genau wie ich. Jeder spielt auf seine Art.”  Mestre Pastinha

 

 

16. Du gehst nicht in die Roda

Du trainierst super motiviert, traust dich dann aber nie oder selten in die Roda. Ziemlich blöd, denn Capoeira lernst du nur in der Roda! Jemand, der alle Bewegungen perfekt beherrscht, ist kein Capoeirista, solange er sie nicht am Gegner sinnvoll einsetzen kann. Also trau dich und geh so oft wie möglich in die Roda, egal wie schlecht du dir vorkommst. Das ist der einzige Weg!

 

 

17. Du ignorierst die Theorie

Du kannst alle Bewegungen, du spielst gut, aber auf diesen Geschichtskram hast du überhaupt keine Lust? Das ist für Anfänger noch ok, sobald du aber etwas länger dabei bist, solltest du dich ein wenig mit der Geschichte und den Fundamenten der Capoeira auskennen.

Besonders fremde Meister testen gerne mal die Schüler ihres Gastgebers. Also lies lieber ein wenig, anstatt dich in so einer Situation zu blamieren. Außerdem wirst du selbst einiges besser verstehen, wenn du einen groben Überblick hast.

 

 

18. Du vergisst die Instrumente

Ähnlich wie der vorherige Punkt, aber fast noch wichtiger: Du spielst keine Instrumente. Es ist ok, wenn es dir mehr um den Sport geht, aber die Musik gehört nun mal zur Capoeira dazu und wenn du über einen Anfänger hinaus kommen willst, musst du dich damit beschäftigen. Also üb die Instrumente und Lieder!

 

 

 

 

So, jetzt kann nichts mehr schief gehen oder fallen dir noch andere Fehler ein? Schreib einen Kommentar!

 

 

 

 

 

Xitara

Xitara ist nicht nur leidenschaftliche Capoeirista, sondern auch Autorin und Bloggerin. Auf Gingado unterstützt sie andere Capoeiristas mit Trainingstipps und Hintergründen rund um Capoeira.
Xitara

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